Um als guter Rapper anerkannt zu werden, ist es hilfreich – wenn nicht sogar essentiell – gute Reime in deinen Texten haben. Im Rap ist es nicht notwendig „reime Reime“ (Haus – Maus) zu benutzen, es kommt beim Sprechgesang lediglich darauf an, ob die Worte ausgesprochen nach einem Reim klingen.

Was sind gute Reime?

Es gibt drei wichtige Indikatoren, die dir helfen herauszufinden, ob jemand gut reimt:

  1. Nomenreime: Nomenreime sind – wie der Name schon sagt – zwei Nomen (Namenwörter), die sich reimen, und werden als die ästhetischste Art Reim angesehen, weil man erstens eloquenter klingt/sein muss, wenn man Nomenreime benutzt, und sich zweitens das Leben beim Reimen mit Nomen nicht erleichtern kann, indem man mit kurzen Füllwörtern fehlende Silben ausgleicht. Beispiele aus dem Lied „Lifestyle“ von mir wären folgende Zeilen: Oberkörper à la Steroidengott/ Unterkörper à la Veggibiokoch/ Führ‘ ein Doppelleben, am Tag wie Arnold Schwarzenegger/ Aber morph‘ mich stets in der Nacht zum Alkomatensprenger.
  2. Silbenanzahl: Das zweite Anzeichen für eine gute Reimtechnik ist, wenn viele Silben gereimt werden. Es ist natürlich schwerer, acht Silben zu reimen als zwei, und somit bekommt man als Rapper eher Lob für seine Reime, wenn sie viele Silben umfassen. Beispiele für vielsilbige Reime bietet jedes Kollegah-Lied, das jemals veröffentlicht wurde.
  3. Bezug zwischen den Reimen: Für die Qualität von Reimen spricht auch, wie nah die gereimten Worte (im Kontext des Lied-Themas) thematisch liegen. Am besten ist das durch Beispiele zu erklären: Der Rapper Jay Jiggy rappt beispielsweise in seinem Lied „Was Siehst Du?“: Jedes Wochenende kaum gegessen, ich war immer drauf/ Und nach kurzer Zeit war ich ein dünner Lauch wie Günther Jauch Kollegah rappt im Song „Ghettoglamour“: Ey, es ist Kollegah der Mac, sagenumwobener/ als Atlantis und Troja oder David und Goliath

Wie kann ich reimen trainieren?

Um besser im Reimen zu werden, musst du einfach üben, üben, üben. Schreib einfach so viele Texte wie möglich. Dabei solltest du daran denken, dass du dich nur verbesserst, wenn du an deine Grenzen gehst. Wenn du jeden Tag drei Stunden lang textest, aber immer nur einsilbig reimst, wirst du nicht besser. Dasselbe gilt für Zweckreime: Lass niemals einen Zweckreim stehen, weil du keine Lust hast, einen besseren Reim zu suchen, denn sonst machst du das immer öfter und weiterentwickeln wirst du dich auch nicht. Deine Fähigkeit zu reimen ist wie ein Muskel. Man muss ihn trainieren, um besser zu werden, und man wird schlechter, wenn man ihn zu lange nicht beansprucht.

Hör dir hier mein neuestes Lied an 😀

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